| Zu
Idee und Inhalt des "Atlas europäischer Filmkultur"
Als
im Februar 1997 der VEREIN
ZUR FÖRDERUNG EUROPÄISCHER FILMKULTUR e.V. von Filmemachern,
Verleihern, Vertretern filmkultureller Spielstätten und Filmpublizisten
gegründet wurde, war der entscheidende Beweggrund, dass Filme der
Kinematographien der europäischen Länder im Kino der BRD, wie
übrigens auch in anderen europäischen Ländern, nur noch
ein "Schattendasein" führen. Gegenwärtig dominiert die Tendenz,
dass das Kino- und Verleihangebot nahezu ausschließlich von US-amerikanischen
Filmen und den nationalen Kinematographien geprägt wird. Der Anteil
des Kinofilms anderer Länder nimmt seit geraumer Zeit stetig ab, tendiert
bei der Mehrzahl der Länder in der kommerziellen Kinopraxis gegen
Null.
Film findet, im Gegensatz zu seinen
künstlerischen Leistungen und Möglichkeiten als Kulturgut, in
der Politik keine Akzeptanz. Statt kultureller bestimmen vorrangig kommerzielle
Aspekte den Filmeinkauf und -einsatz. Damit wird der bestehenden filmkulturellen
Infrastruktur im Kinobereich die Basis ihrer Arbeit in unvertretbarer und
existenzbedrohender Weise eingeschränkt; auf die großen Möglichkeiten
des Films für den europäischen Einigungsprozess wird "verzichtet".
Die filmkulturelle Infrastruktur braucht im elementaren Interesse ihres
Selbstverständnisses gerade den Film der europäischen Länder
in seiner Vielfalt - sowohl mit aktuellen als auch filmgeschichtlich bedeutsamen
Werken.
Erschwerend kommt in der aktuellen
Situation hinzu, dass die Partner der kulturellen Kinomacher (Verleiher,
Produzenten) mehr denn je auf wirtschaftliches Arbeiten angewiesen sind,
um selbst zu überleben. Daraus resultieren oft nicht zu erfüllende
finanzielle Konditionen und eine stringente Reduzierung des Filmangebots
(wie auch der Laufzeit vieler dieser Filme).
Ein solches Angebot wäre heute
nur noch durch die großen Verleihfirmen zu präsentieren. Dort
besteht aber weder Interesse (da dies den kommerziellen Positionen widerspräche)
noch die Logistik, sich einer solchen Aufgabe zu stellen.
Die aus Sicht des "Vereins zur Förderung
europäischer Filmkultur" e.V. notwendigen Schritte zu einer wirklich
substantiellen Veränderung dieser untragbaren Situation liegen im
Aufbau
einer europäischen kulturellen Verleihstruktur auf der Grundlage eines
systematisch zu knüpfenden "Netzwerks europäischer Filmkultur"
im
Verbund mit Partnern in allen europäischen Ländern.
In Vorbereitung dieses Netzwerks sind
zumindest drei grundlegende Aufgaben zu lösen: |
Das
Ergebnis dieser Bestandsaufnahme, die durch das "Filmkulturelle Zentrum"
in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Institutionen, Verbänden
und einzelnen Persönlichkeiten geleistet wurde, liegt mit diesem "Atlas
europäischer Filmkultur 1945 bis 1998" vor. Hier wird dokumentiert,
welche Filme dieses Zeitraums in der BRD verliehen wurden, welche heute
nicht mehr zur Verfügung stehen und welche Filme zu keiner Zeit einen
Verleih in der BRD gefunden haben. Besonderen Raum nimmt der Film der 90er
Jahre ein, der in einer größeren Breite erfasst wurde, um einen
umfassenderen Überblick zu gewährleisten, auch auf die Gefahr
hin, dass mancher Film vielleicht bestimmten Kriterien oder Erwartungen
nicht gerecht zu werden vermag.
Insgesamt erfolgte die Auswahl aber
nach primär künstlerischen bzw. filmhistorischen Gesichtspunkten.
Ein gewisser Subjektivismus ist naturgemäß bei einer solchen
Arbeit nicht auszuschließen, auch wenn sich die Ergebnisse auf umfassendes
Quellen- und Literaturstudium, auf Konsultationen mit Filmpublizisten und
Kinomachern in der BRD und in möglichst allen anderen europäischen
Ländern stützen können. |
Zum Gebrauch
der vorliegenden Internet-Präsentation des "Atlas europäischer
Filmkultur"
Die
vorliegende Internetpräsentation des "Atlas europäischer Filmkultur"
ist lediglich eine Sammlung der Druckdateien des Atlas im PDF-Format, ohne
das die Seiten für die Erfordernisse des Internet neu gesetzt und
bearbeitet wurden. So finden Sie die Seiten mit dem für den Buchdruck
typischen linken und rechten Satzspiegel, die Seitenzahlen befinden sich
jeweils am unteren linken bzw. rechten Seitenrand, die Seitenzahlen des
Inhaltsverzeichnisses und der Seiten sind die des Buchdruckes und entsprechen
nicht denen, die der PDF-Viewer anzeigt etc.
Dies macht die Arbeit mit dieser Präsentation
etwas unkomfortabel und umständlich. Es war uns jedoch so möglich,
den Atlas schnell und mit geringem zeitlichen und finanziellen Aufwand
einem breiten Publikum via Internet zur Verfügung zu stellen. Wir
hoffen, damit dem Anliegen des Atlas und der Arbeit des Netzwerkes europäische
Filmkutur zu breiter Resonanz zu verhelfen.
Einige technische Hinweise zum Gebrauch
der vorliegenden Internetpräsentation: Zur sinnvollen Nutzung des
Atlas ist ein Browser erforderlich, der in der Lage ist, einen PDF-Viewer
als Plug-In in einem Framefenster einzubinden (Die gängigen Browser
wie Netscape und MS InternetExplorer erfüllen in Verbindung mit dem
Adobe Acrobat Reader diese Voraussetzung. Links zu kostenlosen Downloads
finden Sie auf der Startseite). Die Bildschirmauflösung sollte mindestens
800x600 betragen und der Browser im Vollbild laufen. Da der Text zu den
Filminhalten sehr klein ist, ist eine höhere Auflösung empfehlenswert.
Wenn Sie den Acrobat-Reader als PDF-Viewer verwenden, sollte das Standard-Seitenlayout
auf "fortlaufend" und die Standardvergrößerung auf "Seitenbreite"
eingestellt werden (Hierzu den Acrobat-Reader einmal separat öffnen
und die Einstellungen unter Datei-Grundeinstellungen-Allgemein vornehmen.).
Um ein sinnvolles Navigieren in der
Inhaltsverzeichnisleiste in den Dateien mit vielen Unterüberschriften
zu ermöglichen, haben wir diese Dateien (die Einführungskapitel
I und II sowie das Auswertungskapitel IV und den Anhang Kap. V) nach den
jeweiligen Unterüberschriften in kleinere Dateien geteilt, ohne dass
die Seiten neu gesetzt wurden. Dadurch kommt es gelegentlich vor, dass
die aufgerufene Seite noch mit dem Rest des vorhergehenden Abschnittes
beginnt, und nicht mit der gewünschten Überschrift. Sie werden
dann weiter unten auf der Seite fündig. Um Filmtitel bzw. Regisseure,
die Sie im Register nachgeschlagen haben, in der entsprechenden Länderdatei
zu finden, öffnen Sie am besten die entsprechende Länderdatei,
die die im Register angegebene Seite enthält, durch Klick auf den
entsprechenden Eintrag im Inhaltsverzeichnis, und benutzen dann die Suchfunktion
des PDF-Viewers (beim Acrobat Reader das Fernglas am oberen Fensterrand).
Durch diese Suchfunktion können Sie auch die deutsche Übersetzung
von Filmtiteln zum Auffinden von Filmen benutzen, da der Register bislang
nur die Filmtitel in der jeweiligen Originalsprache aufführt.
Wir hoffen, mit dieser Internetpräsentation
unseres "Atlas europäischer Filmkultur" einen Beitrag für die
Verbreitung des europäischen kulturellen Filmes zu leisten und wünschen
Ihnen bei der Arbeit mit unserem Atlas viel Freude. Für Anregungen,
Rückmeldungen und Kritik stehen wir gerne zur Verfügung.
Berlin
im März 2000
Verein
zur Förderung europäischer Filmkultur e.V., Berlin
Netzwerk
europäische Filmkultur (NEFK) Berlin
nefk@acud.de
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